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| Patient des Transplantationszentrums Heidelberg lebt seit 11. Februar 1981 problemlos mit dem fremden Organ und engagiert sich für die Organspende
25 Jahre mit einer Spenderniere
Der 67jährige Wiesbadener ist bis heute fit und aktiv in Beruf und Ehrenamt. Die eigene Krankengeschichte spielt dabei eine maßgebliche Rolle: Gerhard Stroh ist Herausgeber einer Fachzeitschrift für Nierenheilkunde und Transplantation, engagiert sich im Patientenverein für die Belange von Dialysepatienten und Transplantierten - und wirbt unermüdlich für die Organspende. Schon in der Jugend machte sich sein schweres Nierenleiden bei ihm bemerkbar; 1978 musste er sich regelmäßig einer Blutwäsche unterziehen - zu Hause mit Hilfe eines Hämodialysegerätes und seiner Frau. Drei Jahre später, kurz vor dem 11. Februar 1981, kam der Anruf aus Heidelberg, dass die Niere eines verstorbenen Spenders für ihn zur Verfügung steht. Die Operation nahm Professor Dr. Kurt Dreikorn vor, mittlerweile Leiter der Urologischen Klinik und des Nierentransplantationszentrums des Klinikums Bremen-Mitte. Eine Abstoßungskrise in den ersten Wochen konnte in der Klinik überwunden werden. Seitdem wird Stroh von Nierenspezialisten im heimischen Wiesbaden problemlos betreut. Nach 23 Jahren funktionieren noch 40 Prozent der Nieren von Lebendspendern "Lange Funktionszeiten von Spendernieren sind heute keine Seltenheit mehr", berichtet Professor Dr. Jan Schmidt, der die Sektion Viszerale Organtransplantation an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg leitet. Vor allem Nieren von lebenden Spendern zeigen eine lange Funktionsdauer: 23 Jahre nach der Transplantation sind noch 40 Prozent intakt. An diesem Erfolg sind Medikamente zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen wie das Cyclosporin, das seit den achtziger Jahren eingesetzt wird, maßgeblich beteiligt. Bei Gerhard Stroh konnten die Ärzte seinerzeit noch nicht auf diese neue Generation von "Immunsuppressiva" zurückgreifen. "Die immunsuppressive Therapie von damals konnte trotz der schweren Abstoßungsreaktion unmittelbar nach der Transplantation beibehalten werden und wurde von Herrn Stroh bis heute gut vertragen, so dass er nicht auf neuere Medikamente umgestellt werden musste."", erklärt Professor Dr. Martin Zeier, Leiter der Sektion Nephrologie in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. Nach dem Motto "Never change the winning team" ist die Kombination aus Cortison und dem Medikament Azathioprin deshalb niemals umgestellt worden. Die Geschichte von Herrn Stroh ist ein schönes Beispiel, wie entschieden positiv ein Leben durch das Geschenk "Organspende" verändert werden kann. Die von einem Verstorbenen gespendete Niere ermöglichte nicht nur eine wesentlich bessere Lebensqualität ohne Dialyse, sondern auch ein deutlich gesteigerte Lebenserwartung.
Kontakt: Gerhard Stroh (E-Mail):
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