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Zum ersten Mal zeichnet die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) ein Berliner Krankenhaus für den Einsatz bei der Organspende aus.
Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) wird für Einsatz bei Organspende ausgezeichnet
Berlin (27.08.10) - Zum ersten Mal zeichnet die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz am 27.08.2010 gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) ein Berliner Krankenhaus für den Einsatz bei der Organspende aus. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unfallkrankenhauses Berlin haben sich in besonderem Maße dafür eingesetzt, Organspenden zu ermöglichen", sagte Senatorin Katrin Lompscher.

Ausschlaggebend für die Ehrung sind Kriterien wie die umfassende Unterstützung der Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitungen, die systematische Fortbildung des Klinikpersonals sowie die Erarbeitung von Leitlinien und Verfahrensschritten für den Akutfall Organspende. „Wir betrachten unser Engagement für die Organspende als selbstverständlichen Bestandteil unserer Verantwortung für Patienten und die Gesellschaft", erklärte Prof. Dr. med. Axel Ekkernkamp, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des ukb.

In Deutschland stehen cirka 12.000 Patienten auf der Warteliste für ein neues Organ. Im Jahr 2009 konnten 4.709 Transplantationen durchgeführt werden. Dennoch sterben jedes Jahr etwa 1.000 Menschen, weil nicht rechtzeitig ein neues Organ für sie zur Verfügung stand. Obwohl laut Umfragen fast 80 Prozent der Bundesbürger die Organspende befürworten, besitzen nur 17 Prozent einen Organspendeausweis. „Jeder sollte eine eigene informierte Entscheidung zur Organspende treffen", betonte Senatorin Lompscher. „Es ist nicht einfach, über den eigenen Tod nachzudenken. Aber die Bereitschaft zur Organspende ist eine menschliche Geste, die Leben schenkt."

Mit 44 realisierten Organspenden und 133 gespendeten Organen im ersten Halbjahr 2010 (2009: 30 Organspender und 80 gespendete Organe) konnte Berlin sein Vorjahresergebnis deutlich steigern. „Diesen Erfolg verdanken wir der engen Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern, den lokalen Transplantationszentren und der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz", sagte Dr. med. Claus Wesslau.

Die DSO ist seit Juli 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende. In der Akutsituation Organspende begleitet sie alle Abläufe: Von der qualifizierten Feststellung des Hirntods über das Gespräch mit den Angehörigen, medizinischen Maßnahmen zur Erhaltung von Organen und zum Schutz der Organempfänger bis hin zum Organtransport. Daneben unterstützt sie Krankenhäuser durch Fortbildungen und Prozessoptimierung zum Thema Organspende. Die Mitarbeiter der DSO-Region Nord-Ost, zu der Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gehören, betreuen insgesamt 116 Krankenhäuser, davon 39 in Berlin.

(Bild: Icon www.ukb.de )

Quelle: dso, Datum: 30.08.2010
Thema
Organspende
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Die Knappheit von Spenderorganen aus ökonomischer Sicht
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