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Akupunktur, Bach-Blüten und Co.
Studie beweist Wirksamkeit einiger Naturheilverfahren
Stuttgart (pte) (28. Februar 99/10:41) - Welchen Nutzen haben Patienten wirklich von Naturheilverfahren? Eine neue deutsche Studie erforscht Nutzen und Grenzen der Naturmedizin. Erste wichtige Ergebnisse aus den einzelnen daran teilnehmenden Kliniken liegen bereits vor und werden in der Märzausgabe des Magazins "Das Beste-Reader's Digest" veröffentlicht. Die Studie ergab, daß manche Naturheilverfahren wirksamer sind, als bisher bekannt war. Bei einigen Krankheiten übertreffen sie sogar schulmedizinische Maßnahmen. Weiters ergaben die Untersuchungen, daß der erzielte Erfolg von Dauer ist - zwischen 70 und 84 Prozent der Patienten gaben auch ein Jahr nach der stationären Behandlung mit Naturheilverfahren eine Besserung ihrer Hauptbeschwerden an. Bei den behandelten Patienten nahm der Verbrauch von Medikamenten deutlich ab. Auch ein Jahr nach der Entlassung gaben über 70 Prozent der Patienten an, sich noch vollwertig zu ernähren - so wie sie es in den Kliniken gelernt hatten.

Ein tabellarischer Überblick zeigt die zur Zeit bekanntesten Naturheilverfahren, die in klassische, moderne und spekulative Methoden eingeteilt sind. Die Wissenschaftler des Münchener Modells bewerteten alle Heilverfahren nach folgenden Kriterien: Plausibilität der Methode, wissenschaftliche Erkenntnisse, Risiken und Nebenwirkungen, Qualität der Aus-, Fort- und Weiterbildung und Kosten. In eine Gesamtbewertung ließen sie außerdem ihre persönlichen Erfahrungen mit den jeweiligen Naturheilverfahren einfließen. Mit der Wertung empfehlenswert schließen bei den klassischen Naturheilverfahren ab: Bewegungs-, Ernährungs-, Fasten-, Hydro- und Balneo-, Kneipp-, Phyto- und Wärme-Therapie sowie Massagen. Bei den modernen Verfahren sind es Akupunktur, Atem-, Chiro-, Neural- und Segment-Therapie sowie manuelle Lymphdrainage und Ayurveda. Von spekulativen Verfahren wie Bach-Blüten-, Bioresonanz- oder Zell-Therapie raten die Wissenschaftler ab.

Auch bei Arzneimitteln geht der Trend in Richtung "sanfte Medizin". Aktuellstes Beispiel: der Einsatz von Weihrauch bei chronisch entzündlichen Krankheiten wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn oder chronischer Polyarthritis. Außerdem kann Weihrauch H15, so die Erkenntnis von Neurochirurgen, auch Ödeme bei Hirntumoren um bis zu 80 Prozent reduzieren. Tabellen mit den zur Zeit bekanntesten Naturheilverfahren und ihrer Bewertung durch die Wissenschaftler des Münchener Modells sind im Internet unter Icon www.dasbeste.de/presse/magazin.html  abrufbar. (Das Beste)

Quelle: pte, Datum: 28.02.1999
Thema
Medikamente
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