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| RUB-Forscher identifizieren verräterisches Protein
Neuer Biomarker für die Diagnose der Leberzirrhose
Bochum (07.01.2009) - Chronische Lebererkrankungen können zu einer Bindegewebsvermehrung (Fibrosierung) in der Leber führen. Bisher war einzig eine Gewebsentnahme durch Leberbiopsie zuverlässig, um Art und Progressionsrisiko der Erkrankung zu beurteilen um eine sinnvolle Therapie einleiten zu können. Künftig soll eine Blutabnahme genügen, um den Grad der Leberfibrose abschätzen zu können: Forschern der NRW-Nachwuchsgruppe am Medizinischen Proteom-Center der RUB unter Leitung von Dr. Kai Stühler ist es gemeinsam mit Hepatologen vom RUB-Klinikum Bergmannsheil und internationalen Kollegen gelungen, neue Biomarker für die Diagnose der Leberfibrose zu identifizieren. Sie berichten in der Fachzeitschrift Hepatology.
Quelle: idw, Datum: 07.01.2009
Bei der Leberfibrose, meistens hervorgerufen durch Alkoholkrankheit oder eine chronische Virushepatitis, wird geschädigtes Lebergewebe zunehmend durch Bindegewebe ersetzt, was im Endstadium der Erkrankung in eine Leberzirrhose mündet. Etwa 60 bis 80 Prozent der akuten Hepatitis C-Virusinfektionen verlaufen chronisch und führen damit zu einer dauerhaften Schädigung der Leber. Die Therapie der Hepatitis C mit Peg-Interferon alpha und Ribavirin ist langwierig, belastend und bei ungünstiger Konstellation für 50 Prozent der Patienten nicht erfolgreich. Zur Indikationsstellung einer antiviralen Therapie und zur Verlaufskontrolle erlaubte bisher allein die Leberbiopsie die zuverlässige Beurteilung des Fibrosestadiums und damit des individuellen Therapieerfolgs - eine für den Patienten unangenehme und aufwändige Prozedur. Neue Wege zum Biomarker
Dr. Barbara Sitek und Prof. Dr. Helmut E. Meyer vom Medizinischen Proteom-Center sowie Dr. Christian Mölleken und Prof. Dr. Wolff Schmiegel vom RUB-Klinikum Bergmannsheil machten sich daher gemeinsam mit Kollegen aus Kiel, Dänemark und den USA auf die Suche nach Biomarkern: Stoffen, die im Blut nachweisbar sind und Rückschlüsse auf den Zustand der Leber erlauben. Um zuverlässige Biomarker zu finden, beschritt die Forschergruppe neue Wege und nutzte die Proteomanalyse von erkranktem Lebergewebe. Die Forscher interessierte dabei, welche Proteine das Lebergewebe in welchem Krankheitsstadium charakteristischerweise produziert. Durch Kombination hochsensitiver Methoden wie der 2D-DIGE Technik und Massenspektrometrie (detaillierte Erläuterung der Methoden siehe Identifizierungskonzept bestätigt Künftig soll es daher genügen, eine Blutprobe eines Patienten zu analysieren, um sowohl das Stadium seiner Lebererkrankung zu diagnostizieren als auch den Erfolg einer Therapie bei Hepatitis C zuverlässig zu verfolgen. "Unsere Ergebnisse bestätigen erneut unser Konzept zur Identifizierung von Biomarkern mithilfe der gewebebasierten Proteomanalyse", zeigt sich Kai Stühler zufrieden.
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Thema Leber 7 von 88
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